Unsere Emissionen

Umwelt

Rinn produziert an allen Standorten klimaneutral
und setzt ein Zeichen für den Klimaschutz. 

Wie gehen wir mit
unseren Emissionen um?

Die Reduktion klimaschädlicher Treibhausgasemissionen ist für uns als produzierendes Industrieunternehmen ein Kernziel der Nachhaltigkeitsstrategie. Mit unserer klimaneutralen Produktion setzen wir seit 2014 ein Zeichen für den Klimaschutz. Im Lebenszyklus eines Betonsteins fallen CO₂–Emissionen in der Vorkette bei der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung durch unsere Lieferanten, bei der Fertigung in unseren Produktionsstätten und durch den Transport an. 

Grundsätzlich übernehmen wir Verantwortung für das, was wir innerhalb unserer Geschäftstätigkeit kontrollieren und direkt beeinflussen können. Dazu gehören Emissionen, die während unserer Produktion im Bereich Abfall, Energie, Papier, Wasser, bei dem werksinternen Transport und bei der Mitarbeitermobilität anfallen. Seit 2012 konnten wir die Emissionen der Produktion von 15 Prozent auf 6 Prozent senken. Gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern arbeiten wir daran, auch Emissionen, die außerhalb unserer direkten Kontrolle liegen, zu reduzieren. 

Anteile CO₂ Fußabdruck Produkt 2012

Anteile CO₂ Fußabdruck Produkt 2016

Emissionsfaktor Produkt

Corporate Carbon Footprint schafft Transparenz

Auf Basis der von uns verursachten Verbräuche veröffentlichen wir seit 2012 unsere Klimabilanz, die wir nach den Prinzipien des “Greenhouse Gas Protocols“ erstellen. In Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Zukunftswerk überprüfen wir jährlich unseren Corporate Carbon Footprint und leiten neue Maßnahmen sowie Reduktionsziele ab. In unserem CCF listen wir alle ermittelbaren direkten (Scope 1) und indirekten (Scope 2 und 3) Treibhausgasemissionen auf, die innerhalb der Produktion sowie bei Rohstoffanlieferung und Produktauslieferung durch unsere Logistikpartner anfallen.

Emissionsfaktor Produktion

Durch die Energiewende bei Rinn und die konsequente Umsetzung von Effizienzmaßnahmen haben wir seit 2012 das Aufkommen an Treibhausgasen in der Produktion (gate to gate) um 60 Prozent auf 3.466 Tonnen CO₂ reduziert. Den größten Anteil unserer Emissionen hat im Jahr 2016 mit 49 Prozent der werksinterne Transport und die Mitarbeitermobilität ausgemacht. Mit unserem neuen Mobilitätskonzept wollen wir diese in den nächsten Jahren deutlich reduzieren.

CO₂-neutrale Produktion

Bisher unvermeidbare CO₂–Emissionen, die innerhalb unserer Produktion (gate to gate) sowie bei Rohstoffanlieferung durch Logistikpartner entstehen, kompensieren wir seit 2014 durch den freiwilligen Erwerb von Emissionszertifikaten. Seit 2016 haben wir auch die Rohstoffanlieferung bis zum Werk und die Produktauslieferung bis zur Baustelle in unsere Kompensation einbezogen.

Mit dem Kompensationsbetrag von Rinn leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz, indem wir die Reduktion von klimaschädlichen Emissionen durch den Ausbau erneuerbarer Energien in Ländern des Globalen Südens unterstützen. Seit 2014 haben wir mit unseren Investitionen in Klimaschutzprojekten in Guatemala, Indonesien und Südkorea insgesamt 20.433 Tonnen CO₂-Emissionen freiwillig kompensiert. 

Emissionen in der Vorkette

Emissionen, die in unserer Vorkette bei Rohstoffgewinnung und in unserer Nachkette bei Einbau, Nutzung und Rückbau verursacht werden, machen einen Hauptbestandteil des produktbezogenen Fußabdrucks aus. Da diese außerhalb unserer Kontrolle liegen, ist bisher ihre Bilanzierung nur näherungsweise möglich. Zur Ermittlung des CO₂-Fußabdrucks der Vorkette greifen wir auf Emissionsfaktoren aus Datenbanken für Umweltbilanzierung (GABI) zurück. In Zusammenarbeit mit unseren Rohstofflieferanten forschen wir an Möglichkeiten, durch neue Betonrezepturen und Verwertung von klinkerreduzierten Zementen die Emissionen unserer Vorkette zu verringern.

CO₂ Emissionen Vorkette

Effiziente Logistik

Kurze Lieferwege durch regionale Bezugsquellen sind entscheidend für die Reduktion ökologischer wie ökonomischer Kosten des Rohstofftransports. Insgesamt beziehen wir 90,5 Prozent unserer Rohstoffe aus einem Umkreis von 120 Kilometer unserer Werke, 70,2 Prozent der verarbeiteten Rohstoffe stammen aus einem Umkreis von unter 80 Kilometer. 

Die Anlieferung durch emissionsfreie Fahrzeuge ist aus technischen wie logistischen Gründen gegenwärtig nicht möglich. Unsere Logistikpartner haben seit 2014 begonnen, ihre Fahrzeugflotte auf emissionsärmere Fahrzeugklassen umzurüsten. 2016 gehörten 35 Prozent der Fahrzeuge der Emissionsklasse Euro 6 an. 

Auch bei der Auslieferung der Endprodukte arbeiten wir seit Jahren erfolgreich mit modernen Logistikunternehmen zusammen. Im Nahbereich (ca. 100 Kilometer) erfolgt die Auslieferung bisher aus logistischen Gründen überwiegend im einfach genutzten Transport. In entferntere Regionen optimieren wir Transportkosten durch eine Verbindung von Hin- und Rückfrachten.

Obwohl Emissionen der Rohstoffanlieferung und die Auslieferung unserer Produkte außerhalb unserer Kontrolle liegen und durch unsere Logistikpartner verursacht werden, beziehen wir diese aus Tranzparenzgründen in unsere CO₂-Kompensation mit ein.

Emissionen vor und nachgelagerte Logistik